Aktuelles
Beiträge für Privatversicherte steigen
Viele Beschwerden bei Verbraucherberatern
Berlin (dpa), 22.12.2012 - Versicherte beschweren sich nach Angaben von Verbraucherberatern derzeit massiv über Beitragserhöhungen in der privaten Krankenversicherung (PKV). «Verbraucher berichten uns von Beitragssteigerungen von bis zu 40, teilweise sogar 60 Prozent», sagte der Vorstandschef des Bundes der Versicherten, Axel Kleinlein, am Donnerstag in Henstedt-Ulzburg. «Sie sind ratlos, wie sie zukünftig die Beiträge aufwenden sollen.»
Kleinlein kritisierte, zu niedrige Einstiegsprämien trieben die Prämien für Versicherte hoch, die bereits seit längerem in der PKV seien. «In die Prämie sollte von vornherein die Inflation, der medizinische Fortschritt und die höhere Lebenserwartung eingerechnet werden.» Dann würden sie später nur moderat steigen.
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge gibt es bei Versicherern wie Central, Debeka, DKV oder Allianz Beitragssteigerungen zwischen drei und über zehn Prozent im Schnitt.
«Derzeit rufen uns täglich Hunderte von privat Krankenversicherten an, die verzweifelt sind, weil sie nicht mehr wissen, wie sie ab Januar ihre gestiegenen Beiträge bezahlen sollen», hieß es beim Verbraucherschutzportal WIDGE.de. In Einzelfällen sollten Erhöhungen von bis zu 40 Prozent auf die Versicherten zukommen. Betroffene sollten nicht überstürzt handeln. «Sowohl der Wechsel in eine andere Gesellschaft als auch in den Basistarif ist ein Verlustgeschäft», warnte WIDGE.de. Eine verlustfreie Alternative sei der Wechsel innerhalb der Gesellschaft in einen günstigeren Tarif mit gleichem Leistungsniveau.
«Es kann nicht sein, dass die Misswirtschaft einiger Versicherer dazu führt, dass insbesondere ältere Versicherte im Ruhestand durch zu hohe Beiträge in den finanziellen Ruin getrieben werden», kritisierte Michael Wortberg, Referent der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. In einem besonders krassen Fall steige der monatliche Beitrag für einen 57-Jährigen aus Mainz zum Beispiel von
749 auf 889 Euro monatlich.
Versicherte der BKK PFAFF haben keine Beitragserhöhung zu befürchten. Der Beitragssatz bleibt zum Jahreswechsel stabil. Davon ausgenommen sind gesetzliche Korrekturen von Bemessungsgrenzen, die gegebenenfalls leichte Anpassungen für freiwillig Versicherte mit sich bringen.
Beitragseinzug ist ein Erfolgsmodell
21.12.2011
"Der Beitragseinzug durch die Krankenkassen ist ein Erfolgsmodell. Die Krankenkassen ziehen die Sozialversicherungsbeiträge für 80 Millionen Menschen ein. Weil die privaten Krankenversicherungen dies für ihre Versicherten nicht leisten, übernehmen wir auch für Privatversicherte den Einzug z. B. der Beiträge zur Arbeitslosen- und Rentenversicherung. Der jetzt angekündigten Routineüberprüfung des Beitragseinzugs durch den Bundesrechnungshof sehen wir gelassen entgegen. Die seit Jahren konstanten Rückstände liegen daran, dass manche Menschen oder Firmen wegen wirtschaftlicher Probleme, wie z. B. Überschuldung oder Insolvenz, ihre Beiträge nicht zahlen können. Insgesamt liegen die Außenstände bei lediglich rund zwei Prozent. Viele Privatunternehmen wären froh, wenn sie eine solch niedrige Quote hätten. Außenstände sind ein Zeichen mangelnder Zahlungsfähigkeit und nicht mangelnder Einzugsfähigkeit.
Dass der Beitragseinzug durch die Krankenkassen funktioniert, bestätigen auch die Träger der Rentenversicherung und die Bundesagentur für Arbeit, die regelmäßig die Durchführung des Beitragseinzuges bei den Krankenkassen prüfen. Auch die Bundesregierung hat über das Bundesministerium für Arbeit und Soziales bereits im Jahre 2006 in einem Bericht für den Deutschen Bundestag den Beitragseinzug der Einzugsstellen als weltweit vorbildliches Erfolgsmodell gewürdigt", so Florian Lanz, Sprecher des GKV-Spitzenverbandes.
Weitere Informationen zum Thema Beitragsrückstände können Sie dem Faktenblatt des GKV-Spitzenverbandes entnehmen. Download Faktenblatt (122 KB)
Versicherte der BKK PFAFF haben keine Beitragserhöhung zu befürchten. Der Beitragssatz bleibt zum Jahreswechsel stabil. Davon ausgenommen sind gesetzliche Korrekturen von Bemessungsgrenzen, die gegebenenfalls leichte Anpassungen für freiwillig Versicherte mit sich bringen.
Beitragseinzug ist ein Erfolgsmodell
21.12.2011
"Der Beitragseinzug durch die Krankenkassen ist ein Erfolgsmodell. Die Krankenkassen ziehen die Sozialversicherungsbeiträge für 80 Millionen Menschen ein. Weil die privaten Krankenversicherungen dies für ihre Versicherten nicht leisten, übernehmen wir auch für Privatversicherte den Einzug z. B. der Beiträge zur Arbeitslosen- und Rentenversicherung. Der jetzt angekündigten Routineüberprüfung des Beitragseinzugs durch den Bundesrechnungshof sehen wir gelassen entgegen. Die seit Jahren konstanten Rückstände liegen daran, dass manche Menschen oder Firmen wegen wirtschaftlicher Probleme, wie z. B. Überschuldung oder Insolvenz, ihre Beiträge nicht zahlen können. Insgesamt liegen die Außenstände bei lediglich rund zwei Prozent. Viele Privatunternehmen wären froh, wenn sie eine solch niedrige Quote hätten. Außenstände sind ein Zeichen mangelnder Zahlungsfähigkeit und nicht mangelnder Einzugsfähigkeit.
Dass der Beitragseinzug durch die Krankenkassen funktioniert, bestätigen auch die Träger der Rentenversicherung und die Bundesagentur für Arbeit, die regelmäßig die Durchführung des Beitragseinzuges bei den Krankenkassen prüfen. Auch die Bundesregierung hat über das Bundesministerium für Arbeit und Soziales bereits im Jahre 2006 in einem Bericht für den Deutschen Bundestag den Beitragseinzug der Einzugsstellen als weltweit vorbildliches Erfolgsmodell gewürdigt", so Florian Lanz, Sprecher des GKV-Spitzenverbandes.
Weitere Informationen zum Thema Beitragsrückstände können Sie dem Faktenblatt des GKV-Spitzenverbandes entnehmen. Download Faktenblatt (122 KB)


